Home Für die Frau Wichtige Nährstoffe bei Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

Von Anfang an gut versorgt

Wichtige Nährstoffe bei Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit

Jede Mutter möchte das Beste für ihr Kind. Das gilt von Beginn des werdenden Lebens an.

Doch viele Frauen wissen nicht, dass auch schon vor diesem Zeitpunkt eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen für die spätere Schwangerschaft und die Gesundheit des Babys enorm wichtig sind.

HIER EIN PAAR BEISPIELE:

FOLAT BZW. FOLSÄURE

Diese Substanz ist Teil des Vitamin-B-Komplexes. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist deshalb auf die Zufuhr folatreicher Nahrung wie beispielsweise grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Eiern und Innereien angewiesen. Folate sind allerdings extrem empfindlich gegen Licht, Luft und Hitze. Deshalb verlieren unsere Lebensmittel bis zu 90% dieses wichtigen Vitamins beim Lagern oder der Zubereitung.

Die synthetisch hergestellte Form nennt man FOLSÄURE.

Folate spielen eine zentrale Rolle bei der Blutbildung, bei der Entwicklung des Nervensystems, bei der Zellteilung, Bildung neuer Zellen und dem Wachstum. Und wo neues Leben entsteht, finden besonders viele Zellteilungen statt. Liegt bei der Mutter ein Mangel vor, erhöht sich das Risiko für zahlreiche Missbildungen wie beispielsweise für den Neuralrohrdefekt (offener Rücken) und andere Anomalien wie die offene Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte, Herzfehler usw.

Der Zeitpunkt für den embryonalen Neuralrohrschluss liegt etwa zwischen dem 22. und 28. Tag nach der Zeugung.

Doch wissen Frauen hier meist noch gar nicht, dass sie schwanger sind, denn das Aussetzen der Regelblutung erfolgt erst später.

Um Missbildungen vorzubeugen, muss deshalb der Folatblutspiegel präventiv, also schon längere Zeit vor der Schwangerschaft aufgebaut und ein Mangel behoben werden.

Über 80 % der jungen Frauen in unseren Breiten haben ein Folatdefizit.

Denn um ausreichend versorgt zu sein, müssten täglich mehr als 600-700 g frischestes Obst und Gemüse möglichst roh verzehrt werden. Das schafft fast niemand.

Eine Nahrungsergänzung mindestens vier Wochen vor und während der ganzen Schwangerschaft minimiert ebenso das Risiko von Früh- und Fehlgeburten. Auch in der Stillzeit benötigt der Säugling viel Folat, weil er wächst.

Deshalb sollten Frauen im gebährfähigen Alter Folat unbedingt schon VOR DEM BEENDEN DER VER-
HÜTUNG zusätzlich als Nahrungsergänzung einnehmen.

Bereits ab Kinderwunsch sollte der Folatspiegel präventiv aufgebaut werden.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden Jugendlichen und Erwachsenen eine tägliche Folatzufuhr von 400 µg. Für Schwangere und Stillende liegt der Bedarf bei 50% mehr. Leider reichen diese 600 µg in der Regel aber aufgrund der bestehenden Unterversorgung nicht aus. Deshalb enthalten viele ahrungsergänzungsmittel für Frauen mit Kinderwunsch 800 µg Folat bzw. Folsäure.

FOLAT ist nicht gleich FOLSÄURE.

Synthetisch hergestellte Folsäure ist zwar nicht so empfindlich wie die natürlich vorkommenden Folate, doch besitzt Folsäure selbst keine aktive Vitaminfunktion. Sie muss in unserem Körper erst in ihre Wirkform das 5-Metyltetrahydrofolat (5-MTHF) umgewandelt werden. Aufgrund einer genetischen Disposition („Enzympolymorphismus“) kann im Schnitt jede zweite Frau Folsäure nur unzureichend in 5-MTHF umwandeln. Somit bleibt trotz Folsäureeinnahme die Mangelversorgung bestehen.

Es sollte daher darauf geachtet werden, dass im gewählten Präparat die BIOAKTIVE FORM DES FOLATES bereits enthalten ist.

JOD

Dieses Spurenelement braucht unsere Schilddrüse zur Bildung von Schilddrüsenhormonen, die wiederum für Entwicklung, Wachstum und Regulation des Stoffwechsels verantwortlich sind. In jedem Fall ist es sinnvoll den Jodstatus der Schwangeren labortechnisch zu überprüfen.

EISEN

In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Eisen durch die vermehrte mütterliche Blutbildung verdoppelt. Daher wird für Schwangere die empfohlene Eisenzufuhr von 15 mg auf 30 mg am Tag erhöht. Darum sollte der Eisenblutwert in der Schwangerschaft kontrolliert und ein Mangel mit Supplementen behoben werden.

VITAMIN A (RETINOL)

Dieses fettlösliche Vitamin wird u.a. benötigt für die Entwicklung der Augen, der Haut, der Schleimhäute, des Immunsystems und für das Wachstum. Es ist in Form von Retinol oder Retinylestern in vielen tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Eigelb, Leber usw. enthalten. In pflanzlichen Nahrungsmitteln findet man die Vorstufen – Provitamine A – in Form von pflanzlichen Farbstoffen, den Carotinoiden. Zu den wichtigsten Lieferanten zählen hier buntes Obst und Gemüse wie Karotten, Kürbis, Spinat, Aprikosen usw. Die häufigste und bekannteste Form ist das Betacarotin. Die Provitamine A können bedarfsgerecht in unserem Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Um den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft sicher zu decken, sollten nur Präparate, die speziell für Schwangere und Stillende konzipiert wurden, angewendet werden. Denn höhere Dosierungen von Vitamin A selbst könnten zu Missbildungen beim Kind führen. Deshalb enthalten geeignete Produkte Betacarotin, da damit keine Überdosierung möglich ist. Auch Leber sollte in der Schwangerschaft aufgrund ihres hohen Vitamin A Gehaltes nur mit Vorsicht genossen werden.

VITAMIN D

Der größte Teil unseres Vitamin D Bedarfs wird durch die körpereigene Synthese in der Haut mit Hilfe der Sonne gedeckt. Durch zu wenig Sonne auf der Haut (Winter, Beruf, Sonnenschutzmittel) leidet ein riesiger Teil der Bevölkerung hierzulande unter einem Vitamin D Mangel. Dieses fettlösliche Vitamin ist für unzählige Vorgänge besonders aber für die Mineralisation der Knochen verantwortlich. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht. Eine Unterversorgung hat starke Auswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des Kindes. Somit sollte jede Schwangere und Stillende unbedingt ihren Vitamin D Blutwert regelmäßig überprüfen lassen.

OMEGA 3 FETTSÄUREN

Besonders die Docosahexaensäure (DHA) ist extrem wichtig für Entwicklung der Sehkraft, des Gehirns, des Hormon- und Immunsystems. Eine ausreichende Zufuhr soll zum Beispiel das Risiko einer Frühgeburt reduzieren. Schwangere und Stillende sollen deshalb mindestens 200 mg DHA pro Tag zu sich nehmen. Dies ist über Nahrungsmittel – fetthaltiger Seefisch – kaum zu erreichen. Denn dieser kann außer Omega 3 Fettsäuren auch schädliche Stoffe wie Quecksilber, Dioxine usw. enthalten. Die α-Linolensäure aus pflanzlichen Öle wie beispielsweise Leinöl können in der Regel nur ungenügend in DHA umgewandelt werden.

Andere in der Schwangerschaft wichtige Mineralien und Spurenelemente sind u.a. Calcium, Zink, Magnesium, Vitamin C und die B Vitamine. Durch sinnvolle Nahrungsergänzung können eine Speicherentleerung mit einem Mangel als Folge und Schwangerschaftskomplikationen verhindert und eine gesunde Entwicklung des Kindes gefördert werden.

In der Stillzeit benötigt der Säugling viel Folat für das Wachstum.

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