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Eine persönliche Entscheidung

Impfen: Ja oder Nein?

Alle Eltern müssen verantwortungsvoll entscheiden, ob und wogegen ihre Kinder geimpft werden.

Aber auch im späteren Leben steht man für sich selbst vor der Frage: Soll man sich jährlich gegen Grippe bzw. regelmäßig gegen FSME, Hepatitis und Co impfen lassen? Corona hat diesem Thema eine neue Wichtigkeit gegeben. Nun steht sogar eine allgemeine Impfpflicht im Raum.

WIE FUNKTIONIERT EINE IMPFUNG?

Man bekommt abgetötete, abgeschwächte Viren oder Bakterien bzw. Teile davon injiziert. Durch diesen Erstkontakt lernt unser Immunsystem die jeweiligen Erreger kennen. Es merkt sich die Eindringlinge (Immungedächtnis) und bildet Antikörper dagegen. Findet danach eine echte Infektion mit diesem Keim statt, verläuft die Krankheit wesentlich milder oder bricht gar nicht erst aus, weil unser Abwehrsystem bereits dagegen gerüstet ist.

ABER IST ES WIRKLICH RISKANT,
sich oder sein Kind impfen zu lassen?

Das stärkste Argument gegen Schutzimpfungen sind sogenannte Impfschäden. Diese treten zwar extrem selten auf, doch es gibt sie. Für die Schutzimpfungen hingegen spricht deren Erfolgsgeschichte. Seit sie flächendeckend angewendet werden, konnten beispielsweise die Pocken vollständig und andere Erkrankungen – wie etwa die Poliomyelitis (Kinderlähmung) – beinahe ausgerottet werden. Erst kürzlich ging die Erfolgsmeldung durch die Presse, dass durch konsequente Immunisierung die Kinderlähmung auch in Afrika vollständig besiegt worden ist.

FAKTEN ZU IMPFUNGEN

  • Der Impfstoff muss die körpereigene Abwehr in Gang bringen – nur so macht er Sinn. Es kann deshalb zu Rötungen und Schwellungen bzw. selten auch zu Knötchenbildung an der Einstichstelle kommen. Ebenso können Krankheitsanzeichen wie Fieber (sehr selten Fieberkrämpfe) oder Gelenkschmerzen auftreten. Diese normalen Impfreaktionen, sind jedoch in der Regel harmlos und vergehen schnell wieder. Sie zeigen, dass das Immunsystem reagiert.
  • Schutz vor oft tödlichen und ansteckenden Krankheiten. So lauert z.B. der Tetanus-Erreger überall. Damit harmlose Verletzungen nicht zu lebensgefährlichen Lähmungen führen, sollte man gegen Tetanus geimpft sein. Auch Kinderkrankheiten sind leider nicht immer harmlos. Hier das Beispiel Masern mit Daten der Experten des Robert Koch Institutes (RKI): Bei 10 bis 20% der Masernfälle (meist Kinder) kommt es zu einer problematischen Entwicklung der Krankheit mit schwerwiegenden bakteriellen Infektionen und unheilbaren, neurologischen Schäden. Bei einem von 1000 Masernpatienten kann noch 5 bis über 20 Jahre nach der Erkrankung (!) eine nicht heilbare, oft tödliche Gehirnentzündung die Spätfolge sein. Das Risiko einer Impfkomplikation liegt dagegen nur bei weniger als 1 : 1.000.000.
  • Die meisten Seuchen sind durch Impfungen in unseren Breiten Gott sei Dank sehr selten, aber dennoch nicht endgültig besiegt. Nur wenn sich weiterhin der größte Teil der Bevölkerung impfen lässt, kehren Diphterie, Polio und Co nicht zurück oder könnten sogar weltweit endgültig ausgerottet werden.
  • Auch die notorische Geldknappheit unseres Gesundheitssystems spricht für die Impfung. Sie ist günstiger als eine oft langwierige Behandlung von schwerkranken Infizierten teilweise auf Intensivstationen. Denn nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch der Arbeitsausfall belasten Krankenkassen und Wirtschaft.
  • Das wichtigste Argument für die Impfung ist aber die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber anderen in einer Gesellschaft. So ist beispielsweise die Röteln-Erkrankung für Kinder an sich ungefährlich. Bei Schwangeren dagegen kann sie zu schweren Missbildungen des ungeborenen Kindes führen. Durch eine flächendeckende Röteln-Impfung kann dieses Risiko für werdende Mütter effektiv gesenkt werden. Das Gefährliche an den Röteln ist, dass sie bereits 1 Woche vor dem Sichtbarwerden von Symptomen (Ausschlag) höchst ansteckend sind (Tröpfcheninfektion).Auch die Masernimpfung dient dem Gemeinschafts- bzw. Herden-Schutz. So können Personen mit Immunschwächen aber auch die Kleinsten (Säuglinge) nicht geimpft werden. Sie sind darauf angewiesen, dass die Menschen um sie herum geschützt sind. Denn auch Masern sind schon ca. drei bis fünf Tage vor Auftreten von Symptomen sehr ansteckend.
  • Unbegründet ist heutzutage die Angst, eine Krankheit durch die Impfung zu bekommen. Früher benutzte man hierzulande bei der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung (Polio) stark abgeschwächte Lebendviren. In äußerst seltenen Fällen kam es dadurch zu einem Ausbruch einer sogenannten Impfpolio. Die Impfviren mutierten im Körper zu ihrer natürlichen Form zurück und waren auch wieder infektiös. Heute allerdings werden in unseren Breiten inaktivierte Viren angewendet, bei denen dieses extremst geringe Risiko (1 Fall bei 3 Millionen Impfungen) ausgeschlossen werden kann. Bei anderen Lebendimpfstoffen wurden solche Rückmutationen nicht beobachtet.Die nach der Impfung selten auftretenden „Impfmasern“ verursachen zwar einen Hautausschlag wie echte Masern, verlaufen aber im Gegensatz dazu mild und ohne die gefährlichen Komplikationen. Außerdem sind „Impfmasern“ nicht ansteckend.
  • Schwere Impfkomplikationen, die ernste und dauerhafte Schäden bzw. Behinderungen verursachen können, sind bei den heutigen Impfstoffen eine absolute Ausnahme. Die Furcht davor hält aber einige davon ab, sich oder ihre Kinder impfen zu lassen. Impfgegner machen Schutzimpfungen auch verantwortlich für beispielsweise Erkrankungen des Nervensystems, Autismus, Auto-Immunerkrankungen, wie z.B. Multiple Sklerose oder Diabetes Typ 1. Sehr zahlreiche zu diesem Thema durchgeführte Studien u.a. des Paul-Ehrlich-Institutes fanden allerdings keine Belege, dass diese Krankheiten wirklich von einer Impfung ausgelöst wurden.
  • Zusatzstoffe wie Aluminiumsalze, Formaldehyd usw. gelten als schädlich. Diese sind in äußerst geringer, für uns unschädlicher Dosis in manchen Impfstoffen enthalten.

Impfung - Risikogruppe
Für Risikogruppen kann der Ausbruch von Infektionskrankheiten gefährlich sein.

An oberster Stelle muss bei der Entscheidung: „Impfen – Ja oder Nein“
EINE OBJEKTIVE, SACHKUNDIGE AUFKLÄRUNG STEHEN.

Erst dann sollte eine persönliche Einschätzung stattfinden und der Nutzen gegen die Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Der Ausbruch von Infektionskrankheiten kann für Risikogruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke, Immunschwache, Säuglinge usw. sehr gefährlich sein. Die Impfung dagegen schützt bei minimalstem Risiko. Vielen Eltern fällt gerade beim ersten Kind diese Entscheidung nicht leicht und die Unsicherheit und Angst vor Komplikationen sind oft groß. Doch Impfungen gibt es schon sehr lange und zahllose Studien zu diesem Thema entkräften die allermeisten Befürchtungen.

Dennoch gilt:
Die Entscheidung, ob man sich oder sein Kind impfen lässt, ist individuell und liegt allein bei Ihnen.

 

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