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Power Detox: Gesünder und leichter ins Jahr 2021

Detox & Leberreinigung

Fachkommentar: Mag. pharm. Gabriele Müller

Gesünder und leichter ins Jahr 2021 mit Entgiftung, Detox und Leberreinigung.

Ein neues Jahr hat begonnen. Viele von uns versuchen nach dem Jahreswechsel lästige, ungesunde Gewohnheiten wie Rauchen oder Trinken loszuwerden. Darüberhinaus fasst ein Großteil der Bevölkerung den guten Vorsatz, 2021 bewusster zu leben mit mehr sportlicher Aktivität und Gewichtsverlust. Zu einer gesünderen Lebensweise gehört auch eine innerliche Reinigung, Entgiftung oder auch Detox genannt.

Für die natürliche Entgiftung unseres Organismus ist in der Hauptsache die Leber zuständig. Sie macht unermüdlich und ohne Pause toxische Stoffe unschädlich, egal ob wir diese über das Essen, Trinken, über den Atem oder die Haut aufgenommen haben. Unsere moderne, meist hyperkalorische Ernährungs- und bewegungsarme Lebensweise überlastet das Organ ständig. Selbst Menschen, die keinen Alkohol trinken, können an einer sogenannten Fettleber erkranken. Man nennt das NAFLD (nicht alkoholische Fettleber). Sie entsteht meist durch zu Kohlenhydrat reiche (zu viel Zucker-, Weißmehl- und/oder Stärkeprodukte) Ernährung in Kombination mit zu wenig Bewegung.

Einige WICHTIGE AUFGABEN DER LEBER sind u.a.:

  • Verwertung, Umwandlung, Abbau und teilweise Einlagerung von Stoffen, die über die Pfortader mit dem Blut herantransportiert werden
  • Speicherung von Zucker (in Form von Glykogen), Fett, Eiweißbausteinen (Aminosäuren) und bestimmten Vitaminen
  • Produktion von Gerinnungsfaktoren und dem CRP, das eine wichtige Rolle bei Entzündungen spielt
  • Cholesterinproduktion und Bildung von Gallenflüssigkeit (ca. 1 Liter täglich) für die Fettverdauung
  • Entgiftung von Stoffwechsel eigenen Abbauprodukten wie z.B. giftigem Ammoniak zu ungiftigem Harnstoff
  • Entgiftung von Genussgiften wie beispielsweise Alkohol. Pro Stunde kann sie pro 10 kg Körpergewicht ca. 1 g Alkohol abbauen. Dieser wird dann vorzugsweise als Fett eingelagert.
  • Entsorgung oder Umwandlung von Arzneimitteln, besonders der Wirkstoff Paracetamol belastet die Leber sehr
  • Abfischen und Entsorgung von kaputten Zellen (z.B. alten Blutkörperchen) uvm. aus dem Blut

Aufgrund dieser vielseitigen Funktionen kann man sich leicht vorstellen, dass Störungen dieses wichtigen Organs schnell dem gesamten Körper Probleme bereiten. Man könnte das etwa vergleichen mit einer Müllabfuhr, die nur noch die Hälfte unseres Abfalls entsorgt. Abgesehen vom schlimmen Gestank würde sich bald Ungeziefer wie Ratten, Maden, Bakterien und Parasiten usw. ausbreiten. Seuchen und Krankheiten wie im Mittelalter wären die Folgen.

Wenn unsere Leber nur noch mit reduzierter Kraft arbeiten kann, ist sie nicht mehr in der Lage, toxische Stoffe in normalem Ausmaß unschädlich zu machen. Diese werden dann z.B. im Bindegewebe (auch Fasziengewebe genannt), im Fettgewebe oder in der Leber selbst deponiert.

Darmflora
Auch eine gute Darmflora hat einen positiven Einfluß auf unsere Entgiftungszentrale.

DIE SYMPTOME können beispielsweise sein:

  • Verdauungsprobleme (Völlegefühl, Blähungen – besonders nach fettreichen Mahlzeiten)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Rückenschmerzen
  • Juckreiz
  • Unreine Haut
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • erhöhte Infektanfälligkeit u.a.

Folgekrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose usw. sind vorprogrammiert.

Die gute Nachricht ist: Die Leber kann sich beispiellos schnell regenerieren. Nur bei sehr starken und anhaltenden Belastungen kommt es zu irreparablen Schäden wie einer Leberzirrhose.

Deshalb ist es sinnvoll, dieses Wunderorgan rechtzeitig und regelmäßig bei der REGENERATION zu unterstützen. Hier eine Auswahl an sinnvollen MÖGLICHKEITEN:

#1
Die Ernährung
Basische, kohlenhydratarme, kalorienreduzierte Kost, die möglichst unbelastet von Chemikalien, Schwermetallen, Pestiziden usw. ist. Besonders der Fruchtzucker (Fructose) sollte gemieden werden. Außerdem viel trinken.

#2
Weglassen von Genussgiften wie beispielsweise Alkohol oder Nikotin. Auch stark leberschädliche Arzneistoffe wie z.B. das Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol sollten nach Möglichkeit reduziert oder ganz weggelassen werden. Betroffene sollten hier unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

#3
Probiotika: Probiotische Bakterien helfen nicht nur dem Darm, sondern unterstützen auch eine Rückbildung der Fettleber. Je schlechter die Zusammensetzung unserer Darmflora ist, desto leichter haben es Pilze oder schädliche Bakterien den Darm zu besiedeln. Diese können Giftstoffe produzieren, die die Leber dauerhaft überfordern.

#4
Bitterstoffe aus Löwenzahn, Artischocke u.a. regen unter anderem die Gallensaftausschüttung, die Gallensaftproduktion, die Sekretion von Bauchspeicheldrüsenenzymen und die allgemeine Leberaktivität an und unterstützen so die Fettverdauung und den Fettabbau.

#5
Mariendistel (Silybum marianum) Extrakte aus Mariendistelfrüchten schützen die Leber und helfen ihr bei der Regeneration. Das enthaltene Silymarin kann unsere Entgiftungszentrale vor Schäden bewahren und hilft diese zu beheben. Es stabilisiert die Leberzellen, hat antioxidative Eigenschaften, stimuliert die Leberregeneration und hemmt Entzündungen. Deshalb ist die Anwendung von Mariendistelfrüchte-Produkten gerade bei Entgiftungskuren sehr empfehlenswert. Allerdings ist Silymarin nur sehr schlecht wasserlöslich. Darum sind Mariendisteltees hier ungeeignet.

#6
Curcuma oder Gelbwurz: Das gelbe Curcumapulver ist ebenfalls ein Powerstoff für Leber und Galle.
Der Wirkstoff Curcumin wirkt stark anti-entzündlich und antioxidativ. Er hilft die Leber vor Erkrankungen zu schützen, geschädigte Leberzellen zu regenerieren, die Produktion der Gallenflüssigkeit anzuregen und damit die Fettverdauung und die Entgiftungsleistung zu verbessern. Er senkt die toxische Belastung unseres Entgiftungsorgans.

Curcuma
Curcuma hilft die toxische Belastung
der Leber zu senken.

Curcuma kann natürlich als Gewürz verwendet werden. Doch das Curcumin wird vom Körper nur sehr schlecht aufgenommen und deshalb erreicht man so kaum therapeutisch wirksame Blutspiegel. Außerdem reizt Curcuma in größeren Mengen die Magenschleimhaut. Mit Pfeffer vermischt, erhöht man zwar die Resorption um ein Vielfaches, verschlimmert allerdings auch die Magenreizung. Besser funktionieren Curcumin-Präparate, die durch spezielle Verfahren (z.B. Mizellentechnologie) eine sehr hohe Bioverfügbarkeit besitzen. So lassen sich wirksame Dosierungen viel einfacher und magenschonender erreichen.

Hochwertige Produkte enthalten Extrakte mit einem geprüftem, standardisiertem Curcuma-Gehalt, der möglichst reich an freiem Curcumin sein sollte. Bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder empfindlichem Magen muss besonders bei einer geplanten Langzeitanwendung Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.

Des Weiteren fördern auch viel Bewegung (Fettabbau), Leberwickel oder unter Umständen eine Darmreinigung die Erholung der Leber.

Die Maßnahmen für eine Entgiftungskur sollte man besonders bei bestehenden Vorerkrankungen stets vorher mit einem Arzt besprechen.

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