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Es muss nicht immer Chemie sein.

Hausmittel für Sommerleiden

Neben der aktuellen SARS-CoV-2 Ansteckungsgefahr hält die schönste Zeit des Jahres auch noch andere Herausforderungen an unsere Gesundheit bereit.

Die Hitze nimmt im Sommer zunehmend krassere Formen an, für die wir Mitteleuropäer eigentlich gar nicht „gebaut“ sind. Um besser damit zurecht zu kommen und arbeitsfit zu bleiben, werden viele Innenräume mittlerweile klimatisiert. Der Wechsel von drinnen nach draußen bedeutet nicht selten einen Temperaturunterschied von 10 – 15 Grad, jedes Mal ein kleiner Schock für unseren Körper. Mangelnde Abkühlung in der Nacht behindert vielerorts die dringend benötigte Erholung im Schlaf. Unser Organismus steht im Sommer temperaturbedingt quasi unter Dauerstress – nicht ohne Folgen: Herz und Kreislauf werden stark belastet, das Abwehrsystem geschwächt, die Zahl der Hitzetoten nimmt zu.

Um typischen „SOMMERKRANKHEITEN“ wie Blasenentzündung, grippalen Infekten, Durchfall sowie allergisch bedingten Erkrankungen durch Sonne oder Insekten vorzu-
beugen, sollte der Körper gut auf die äußeren Bedingungen vorbereitet werden:

  • Viel trinken (milde Mineralwässer, Kräutertees, verdünnte Obstsäfte)
  • leichte Kost mit viel Gemüse und Obst, wenig Fett und Zucker
  • Vitamin- und Mineralstoffe zur Deckung des Tagesbedarfs
  • Schutz gegen UV-Licht der Sonne (Lichtschutzpräparate, Bekleidung, kühle + abgedunkelte Räume speziell zum Schlafen)
  • Maßnahmen zur Insektenabwehr
  • Unterkühlung vermeiden (nach dem Baden oder Sport trockenes Gewand anlegen)
  • Schleimhäute befeuchten (Nasenspray mit 0,9%iger Kochsalzlösung), damit Keime weniger leicht eindringen können.

Durch die Freiheit in der Natur, die wir nun endlich wieder genießen können – Bewegung und Spaß, Freundschaften und laue Sommernächte oder einfach nur die Seele baumeln lassen unter blauem Himmel – ereignet sich trotz vorbeugender Maßnahmen so manch unerwünschtes gesundheitliches Zwischenspiel. Ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber, ein geröteter Zeckenbiss oder eine heftige allergische Reaktion müssen jedenfalls ärztlich abgeklärt werden. Bei harmlosen Befindlichkeitsstörungen jedoch helfen altbewährte Hausmittel rasch und effizient und eine weitere Behandlung ist häufig nicht nötig.

INSEKTENSTICHE

In freier Natur sind sie unsere ständigen Begleiter, vor allem in der Sommerhitze. Stechmücken, Bienen, Wespen und Zecken erfreuen sich an der zweibeinigen Mahlzeit, die ihnen über den Weg läuft oder im Flugrevier herumsitzt. Trotz Anwendung von insektenabwehrenden Präparaten lassen sich Stiche oder Bisse oft nicht vermeiden. Schnelle Hilfe ist gefragt, um die Reaktion der Haut mit Rötung, Schwellung und Juckreiz möglichst gering zu halten:

  • Unterwegs: Spitzwegerich-Blätter etwas zerreiben und auf die Stich-Stelle legen – wirkt entzündungshemmend und abschwellend, Kühl halten!
  • Daheim: Umschläge mit verdünnter Arnika-Tinktur wirken entzündungshemmend und juckreizstillend.
  • Eine aufgeschnittene Zwiebel– oder Zitronenhälfte lindert die Beschwerden. Auch Umschläge mit Heilerde eignen sich dafür.
  • Eine stärkere Entzündungsreaktion bekämpfen Wickel mit essigsaurer Tonerde oder Topfen. Eine aufgeschnittene Zwiebel- oder Zitronenhälfte lindert die Beschwerden. Auch Umschläge mit Heilerde eignen sich dafür

ACHTUNG
Bei der Verwendung von ätherischen Ölen ist speziell bei Kindern, Schwangeren und Allergikern generell Vorsicht geboten, da es zu Hautreizungen kommen kann. Geeignet wären Gewürznelken oder Pfefferminzöl.

SONNENBRAND

Die Sonne ist von uns ersehnt und wir brauchen ihre Energie, doch sie hat auch ihre Schattenseiten. Sie ist eine starke UV-Licht-Quelle und wenn man sich dieser zu lange aussetzt, führt das unweigerlich zu einer Verbrennung der Haut – zumeist im Grad I (Rötung). Entsprechende Selbstbehandlung führt in der Regel zur Abheilung. Sobald Blasenbildung vorliegt (Grad II) muss jedoch der Arzt/Ärztin aufgesucht werden.

Hat es einen „erwischt“ sollte man sich ab sofort im Schatten und im Kühlen aufhalten, bis der Sonnenbrand wieder abgeklungen ist. Viel Wasser oder Kräutertee versorgen den Körper mit genug Flüssigkeit, um auch den Kreislauf stabil zu halten. Treten weitere Symptome wie Übelkeit oder starke Kopfschmerzen auf, könnte es sich um einen Sonnenstich handeln, der in ärztliche Behandlung gehört.

SOFORTMASSNAHME
Kühle (nicht kalte!) Umschläge oder Bäder mit Wasser. Lindernd und heilungsfördernd wirken Zusätze wie Kamillenblüten, Ringelblumen, Schachtelhalmkraut oder Eichenrindenextrakt.

HAUSMITTEL ZUR SELBSTBEHANDLUNG

  • Aloe Vera-Gel: am besten direkt aus einem abgeschnittenen Blatt gewonnen. Es spendet der Haut die bei einer Verbrennung dringend benötigte Feuchtigkeit, wirkt antientzündlich und stimuliert die Kollagenbildung.
  • Wickel mit Joghurt oder Topfen beruhigen die Haut und nehmen die Entzündung.
  • Auftragen von Johanniskrautöl fördert die Wundheilung – doch Vorsicht: damit keinesfalls in die Sonne gehen, da Johanniskraut die Sensibilität der Haut gegen UV-Licht erhöht!
  • Sanddornöl wirkt regenerativ und heilungsfördernd und kann auch als leichter Sonnenschutz eingesetzt werden.

SCHLAFLOS IN DER HITZE

Wer in einer Stadt lebt, fürchtet mittlerweile den Sommer, denn er bringt uns dank Klimawandels viele so genannte Tropennächte, in denen es nicht mehr unter 20° Grad abkühlt. Normalerweise senkt unser Körper seine Temperatur in der Nacht um 0,5 – 1 Grad ab, damit Reparatur- und Regenerationsprozesse optimal ablaufen können. Neuerdings kann sich aber der von der Hitze des Tages bereits stark unter Stress stehende Organismus auch in der Nacht nicht mehr genügend abkühlen um sich ausreichend zu erholen. Zumeist wird das Einschlafen trotz großer Müdigkeit schon zum Problem und wenn das einmal gelungen ist, wacht man schweißgebadet immer wieder auf. Ein möglichst ungestörter und erholsamer Schlaf ist jedoch zum Ertragen der Sommerhitze die wichtigste Voraussetzung.

Nicht zu unterschätzen für den Erfolg des Sandmännchens ist die Atmosphäre im Schlafzimmer. Optimal ist eine Zimmertemperatur von 18° Grad, was sich im Sommer jedoch kaum machen lässt, wenn keine Klimaanlage zur Verfügung steht. Auch die lange Helligkeit des Tages suggeriert unserem Körper später einzuschlafen.

Auch eine erholsame Nacht ist maßgeblich, um die Hitze des Tages besser zu ertragen.

WAS ALSO TUN, UM TROTZDEM INS TRÄUMELAND ZU GLEITEN?

  • Schlafzimmer wenn möglich komplett abdunkeln und nur ganz in der Früh und in der Nacht kurz stoßlüften, Bettlaken aus Naturmaterial oder Seide.
  • Abends wenig essen
  • Alkohol und/oder Nikotin vermeiden, sie behindern das Durchschlafen.
  • Abendritual
    • lauwarmer Nerven- und Schlaftee mit Hopfen, Baldrian, Passionsblume u.a.
    • Entspannungsmusik, eventuell Entspannungstechniken wie autogenes Training.
    • vor dem Schlafengehen lauwarm duschen (nicht kalt!)
    • Aromakissen im Bett (oder Duftlampe mit ätherischem Öl): Hopfen, Lavendel,
      Melisse, Orangenschale.

 

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