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Total verspannt.

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerz – diese mit Migräne häufigste Art des Kopfschmerzes kennen die meisten von uns. Es fühlt sich wie ein zu enges Stirnband oder eine Schraubzwinge um den Kopf an. Häufig beginnen die Probleme im Nacken.

DIE ABGRENZUNG ZUR MIGRÄNE IST NICHT IMMER LEICHT:

spannungskopfschmerzen

Man unterscheidet zwischen episodischem Spannungskopfschmerz (häufig), der an bis zu 14 Tagen im Monat auftreten kann und der chronischen Form (eher selten), bei der die Betroffenen häufiger als drei Monate lang an mehr als 15 Tagen pro Monat unter den Symptomen leiden.

WIE ENTSTEHT DER SPANNUNGSKOPFSCHMERZ?

Ursächlich ist wohl eine Verspannung der Muskulatur besonders im Bereich des Halses, des Nackens und der Schultern. Was letztendlich die Beschwerden genau verursacht, ist noch nicht wirklich bekannt. Man vermutet, dass eine erhöhte Empfindlichkeit des Schmerz-verarbeitenden Systems schuld sein könnte.

AUSLÖSER KÖNNEN ZUM BEISPIEL SEIN:

  • Stress
  • Angst, innere Unruhe
  • Schlafmangel
  • Fehlhaltungen und Fehlbelastungen wie z.B. einseitige Belastung der Rückenmuskulatur etwa durch langes Sitzen im Büro
  • Arbeiten bei schlechtem Licht oder Fehlsichtigkeit
  • Nikotin
  • Zähneknirschen und Störungen des Kauapparates

Entspannung
Entspannungstechniken wie z.B. Yoga können
vorbeugend gegen Kopfschmerzen helfen

WIE LÖST MAN DIE VERSPANNUNG?

Linderung und vor allem eine Vermeidung des Übergangs in die chronische Form versprechen nur regelmäßige vorbeugende Maßnahmen. Unumgänglich sind allerdings ärztliche Voruntersuchungen, um organische Ursachen wie beispielsweise Infektionen, Bluthochdruck oder Erkrankungen des Nervensystems auszuschließen.

VORBEUGEND HELFEN:

  • Entspannungstechniken z.B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, autogenes Training, Yoga usw.
  • Sport und Ausdauertraining z.B. Schwimmen, Laufen
  • Stressabbau, bewusste Pausen für unser Gehirn und unsere Nerven (ohne Handy)
  • Massagen, Physiotherapie
  • Kälte oder Wärme beispielsweise durch Kühlpads oder Kirschkernkissen je nach Typ
  • häufige Veränderung der Haltung bei langem Sitzen
  • Akupunktur
  • ausreichend Schlaf

Pfefferminzöl
Pfefferminzöl ist eine nebenwirkungsfreie
Alternative gegenüber Schmerzmitteln.


AKUTE
THERAPIE

Bei Attacken des episodischen Spannungskopfschmerzes eignen sich Analgetika (Schmerzmittel) wie Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen, Acetylsalicylsäure gut.

AKTUELL:
Die WHO hat ihre Warnung, dass Ibuprofen eine durch das neuartige Corona-Virus ausgelöste Erkrankung (=CoVID 19) verschlechtern könnte, zwei Tage später widerrufen! Es gibt keinen Nachweis, dass Ibuprofen bei CoVID 19 schädlich sein könnte!
(Stand 22.3.2020)

Ganz generell ist jedoch eine Vorsicht geboten, da Schmerzmittel auch Nebenwirkungen haben. Deshalb sollte die Anwendung – besonders bei Vorerkrankungen der Leber, der Nieren, des Magens und des Herz-Kreislaufsystems – sowie bei Einnahme anderer Medikamente wie z.B. Gerinnungshemmern („Blutverdünner“) immer mit einem Arzt abgeklärt werden.

Wichtig
Die Einnahme von Analgetika muss auf weniger als zehn Tage im Monat begrenzt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass dieser Übergebrauch von Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen auslöst.

Alternativ oder zusätzlich (und nebenwirkungsarm) kann man Pfefferminzöl auf Schläfen und im Nacken auftragen.

Achtung:
darf nicht in die Augen gelangen!

Auch der Mineralstoff Magnesium kann in ausreichender Menge vorbeugend eingenommen durch seine entspannende Wirkung helfen.

COUCH-POTATOES AUFGEPASST!

Wer ständig und lange sitzt, ist anfälliger für den Spannungskopfschmerz. Denn die einseitige Körperhaltung verursacht Verspannungen im Nackenbereich. So können Nervenbahnen eingeklemmt werden. Je länger solche Beschwerden anhalten, desto wahrscheinlicher entwickelt sich ein Schmerzgedächtnis. Die Nervenbahnen senden selbst dann noch Schmerzsignale ans Gehirn, wenn die Ursache längst behoben ist. Die Schmerzen sind nun chronisch. Regelmäßiger, leichter Ausdauersport mindestens zweimal pro Woche für 45 Minuten kann hier helfen.

 

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